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Our school

 Der Verlag Musik+Bühne hat in diesem Jahr dem bewährten Musical-Team der HBG die deutsche Erstaufführung – erstmals in deutscher Übersetzung – des Musicals The Toxic Avenger anvertraut. Und das zu Recht und mit vollem Erfolg!

Die Musik des Bon-Jovi-Keyboarders David Bryan ist hierzulande weitgehend unbekannt. Sie reiht nicht Hit an Hit, ist aber Musik aus einem Guss, mit wiederkehrenden, wiedererkennbaren Motiven. Sie traf in ihrer Aktualität und ihrer Spannweite von rockig bis romantisch den Nerv der jungen Mitwirkenden.
„Die Welt ist am Limit. Wir erleben den Angriff der globalen Erwärmung. Unsere Zeit braucht Helden, besonders an einem bestimmten furchtbaren Ort.“ So beginnt die Geschichte um einen Giftmüll-Skandal, an deren Ende auch die Helden ihre Blessuren davontragen und selbst nicht ganz „sauber“ bleiben. Aber das ernste Sujet ist rasant und witzig erzählt, voller Ironie und aktueller gesellschaftlicher Anspielungen.

Der junge Melvin aus Traumaville/New Jersey sieht, wie die Menschen seiner Heimat unter Umweltsünden leiden. Dagegen will er etwas tun. Als er den Geschäften der Bürgermeisterin Babs Belgoody auf die Schliche kommt, die sich mit ihrem Entsorgungsunternehmen Das gute Leben GmbH an der illegalen Lagerung von Giftmüll bereichert, wird er von ihren Schergen in ein Giftmüllfass geworfen, dem er als grünes Monster entsteigt. So spielt der Giftmüll, der für diese Mutation verantwortlich ist, eine heimliche Hauptrolle, weil er die bitterböse Bürgermeisterin zu noch böseren Geschäften treibt, so dass nur ein übermenschlich monströses Monster Rettung bringen kann - bewegt und gestärkt, wie könnte es anders sein, von der Liebe natürlich - zu der schönen blinden Bibliothekarin Sarah, die das „Biest“ liebevoll Toxie nennt, zuletzt seine Frau und die Mutter von Toxie Junior wird.

Kein Wunder, dass am Ende dieser Umwelt-Story, die genau das aufgreift, was junge Menschen heute bewegt, sogar Donald Trump und Greta Thunberg als Antipoden durch die Szene geistern. An die 50 Schülerinnen und Schüler der HBG hatten einen Riesenspaß an der Geschichte vom Giftmüll, haben sich mit Feuereifer der anspruchsvollen Aufgabe der Einstudierung gestellt, monatelang geprobt, gesungen, ihre Rollen auswendig gelernt. Ehemalige hatten Freude daran, dabei mitzumachen. Sie alle agierten buchstäblich bewegt die ganze Ton- und Gefühlsleiter rauf und runter und entlockten der herrlich schrägen und bunten Geschichte viele Lacher und so manchen nachdenklichen Ton.

Das Team um Matthias Grothmann, Sebastian Rödel und Olivia Marschalek (Jg. 12!) (szenische Leitung), Maria Heckeley und Eva Landwehr (musikalische Einrichtung, Einstudierung und Leitung) und Verena Franzke und Marianne Höber (Kostüme und Bühne) hat wieder eine großartige Musical-Produktion auf die Beine gestellt. Die Schüler-/Lehrer-/Ehemaligen-Band trug die Darsteller professionell durch die Handlung. Der Schulchor, die Quelle der Musicalprojekte, war felsenfestes gesangliches Fundament und zugleich immer wieder szenisch eingebunden. Und die Solisten überzeugten, bis in die kleinsten Rollen hinein, durch darstellerischen Witz und sauberen, ausdrucksstarken Gesang, vor allem das anrührende Liebespaar Melvin und Sarah (Florian Nunier, Meret Stühmer), der Ehemalige Daniel Lang als witziger Balladensänger, der die Story im Reich der Parabel ansiedelte, und unübertrefflich wieder die stimmgewaltige Milena Fast in der Doppelrolle als Mutter und Bürgermeisterin, die das Kunststück fertig brachte, ein Duett mit sich selbst zu singen, das das Publikum von den Stühlen riss.
Die Produktion fand unter erschwerten Bedingungen statt: Seit 2 Jahren wird die Aula der HBG brandschutzsaniert, muss die HBG für jede größere Schulveranstaltung sämtliche Ausrüstung an wechselnde Spielstätten transportieren. Ein herzliches Dankschön an das Ottilie-Schoenewald-Kolleg, das durch seine Gastfreundschaft die Aufführungen am 14./15./17. Juni 2019 ermöglicht hat.

Tatsächlich kam eine ganze „Umwelt-Bewegung“ in Gang: Die Super-Technik des Teams des ehemaligen Schülers Max Jenrich, Schulsanitätsdienst und Catering, Plakat- und Programmheftgestaltung, Kartenverkauf, Feuerwehr … jede und jeder an seinem Platz und alle zusammen in einem großen Miteinander. Ein wundervolles Erlebnis! Am Ende, lieber Giftmüll, haben dir alle gemeinsam Saures gegeben, du hattest keine Chance gegen Musik und Spielspaß der gesamten Crew, die an drei Abenden mit Herzblut auf und hinter der Bühne wirbelte und vom Publikum gefeiert wurde. Danke, Giftmüll! Wir werden dich umweltgerecht endlagern - in unserer Erinnerung!
Das gesamte Team hat mit dieser Performance einmal mehr die Leistungsfähigkeit des HBG-Musikzweigs eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Christoph Heckeley, Bernd Ortmann

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